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Chinchilla – Krankheiten

Veröffentlicht von: Redaktion · Zuletzt aktualisiert: 22.09.2015 · Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten

Für das Leben des Chinchilla kann eine frühzeitige Entdeckung von Krankheiten sehr entscheidend sein. Deswegen solltest du mindestens ein Mal in der Woche einen ausführlichen Gesundheitscheck durchführen, bei dem du unter anderem das Gewicht des Chinchilla überprüfst und guckst, ob es irgendwelche Auffälligkeiten gibt. Dieser Gesundheitscheck ist sehr wichtig und sobald man etwas entdeckt, zum Beispiel auch einen veränderten Kot, sollte man zum Tierarzt.

Hier erfährst du einiges über Chinchilla-Krankheiten und kannst dich im Ernstfall darüber informieren, was dein Chinchilla haben könnte. Trotzdem ersetzt dies nicht die Untersuchung durch einen Tierarzt!

Eindeutige Krankheitssysmtpome

Es gibt einige Anzeichen, die mit Sicherheit darauf hindeuten, dass dein Chinchilla krank ist. Sobald auch nur eines der folgenden Symptome zutrifft, solltest du umgehend den Tierarzt aufsuchen und dein Chinchilla von diesem untersuchen lassen. Wartest du zu lange, gefährdest du das Leben deines kleinen Freundes.

Gehe auf jeden Fall bei folgenden Symptomen zum Tierarzt:

  • Futterverweigerung
  • Krämpfe und krampfartige Bewegungen
  • Bewegungslosigkeit oder Starre
  • Gewichtsverlust
  • Ständiges Schmatzen
  • Ständiges Schnauzeputzen und Sabbern
  • Apathie

Einzelne Krankheiten

Wir möchten hier natürlich auch näher auf bekannte und gefährliche Chinchilla-Krankheiten eingehen. Deswegen findest du hier eine Auflistung der bekanntesten und gefürchtetsten Krankheiten bei Chinchillas und entsprechende Informationen dazu.

Infektionskrankheiten

Durch verschiedene Faktoren kann sich das Chinchilal mit Krankheiten infizieren.

Listeriose entsteht durch das Essen von verdorbenem Heu, kann aber auch durch Kot oder Harn im Futter auftreten. Da diese Krankheit von Tier zu Tier übertragen werden kann, sollte man dann, wenn das Chinchilla nichts mehr isst, Durchfall oder Verstopfung hat und apathisch ist, sofort zum Tierarzt.

Eine Abmagerung, leichter Durchfall und Apathie können hingegen auf Pseudotuberkulose hindeuten. Hier ist eine frühzeitige Entdeckung sehr wichtig, denn nur dann gibt es Überlebenschancen.

Ebenso gefährlich ist die Pasteurellose, denn hier kann das Tier innerhalb von 24 Stunden sterben. Gründe für diese Krankheit können Immunschwäche, Stress und schlechte Haltungsbedingungen sein.

Mangelerkrankungen sind leider beim Chinchilla keine Seltenheit. Insbesondere Vitamin-B-Mangel kann gefährlich sein und macht sich durch Zittern, Verrenkungen und Bewegungsunfähigkeit bemerkbar. Ausgelöst wird der Mangel durch eine falsche Fütterung. Deswegen ist abwechslungsreiches Futter, das viele Vitamine und Mineralien enthält, sehr wichtig. Bei abgelaufenem oder falschem Futter kann auch die Gelbohrenkrankheit durch Vitamin-E-Mangel auftreten. Dabei färben sich die Ohren des Chinchillas gelb und auch der Bauch kann sich gelb verfärben.

Auch ein Pilzbefall sollte unbedingt von einem Tierarzt behandelt werden. Es gibt aber einige Dinge, die man tun kann, um eine solche Erkrankung zu vermeiden. Setze das Chinchilla keinem großen Stress aus, achte auf Sauberkeit, achte auf eine gesunde Ernährung, halte neue Tiere für eine Zeit lang in Quarantäne und nutze Chinchilla gerechten Sand.

Der Gang zum Tierarzt

Besonders gut ist es dann, wenn du immer eine Transportbox für den Gang zum Tierarzt vorbereitet hast. Damit ersparst du dem Chinchilla unnötigen Stress und kannst im Notfall sofort handeln. Bedenke, dass sich das Chinchilla sicherer fühlt, wenn neben ihm noch ein weiterer Artgenosse in der Transportbox ist. Die Box sollte groß genug sein, damit beide Tiere sich darin bewegen können.

Da der Tierarzt wichtige Daten benötigt, solltest du dir das Alter des Tieres, dessen Gewicht, Vorerkrankungen, Auffälligkeiten und eigene Medikationsversuche aufschreiben und dem Tierarzt mitteilen.